Aktuell wird an Bord der GREIF ein neues Deck aus Holz und Kork verlegt. Dabei kommen neben traditionellem Handwerk auch moderne Technologien zum Einsatz. Nach der Erstellung eines 3D-Computer-Scans des gesamten Stahldecks wurden die Korkplatten millimetergenau in Form gefräst. Dadurch können die kleinsten Unebenheiten im Deck ausgeglichen werden. Die Korkplatten werden dann mit einem Spezialkleber auf dem Deck positioniert. Anschließend werden Gaze und Folie darübergelegt und ein Vakuum erzeugt, wodurch alle Lufteinschlüsse entfernt werden. Mit einem atmosphärischen Druck von ca. 800 kg pro cm2 werden die Korkplatten dann mit dem Stahldeck verklebt. Das ermöglicht eine lange Haltbarkeit und verhindert Korrosion durch das Eindringen von Wasser. Dieser Arbeitsschritt konnte bereits für das gesamte Deck abgeschlossen werden.
Derzeit sind die Fachleute dabei, die gesamte Decksfläche plan zu schleifen. Nach dem Aushärten des Klebers wird darüber eine 20mm starke Schicht aus heimischer Douglasie verlegt, wodurch die traditionelle Optik und Funktion des Holzdecks erhalten bleibt. Dieses spezielle Komposit-Verfahren aus Holz und Kork spart vor allem Gewicht und hat zusätzlich sehr gute Dämm-Eigenschaften (Temperatur- und Schalldämmung).
PS: Eigentlich befinden sich auf dem Segelschulschiff GREIF drei offene Decks: das sogenannte Backdeck ist das vorderste Deck des Schiffes - hier befindet sich u. a. die Ankerwinde. Auf dem Hauptdeck, der gleichzeitig größten zusammenhängenden Decksfläche stehen die Masten - und das hinterste Deck der GREIF wird als Poopdeck bezeichnet.